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“Das klingt nach einem Lied.”

Am Samstag, 16. Oktober, waren wir in der Bühne zu Gast. Am Freitag zuvor hatte es eine Premiere in den frisch renovierten Räumlichkeiten des Theaters der TU gegeben und Samstag sollte die Neueröffnung dann gefeiert werden – dazu gehörte natürlich auch eine Bar.

Eingeleitet wurde der Abend durch einen gelungenen Auftritt des Improtheaters Dresden welches es gut verstand mit dem Publikum zu interagieren. Nach einer kurzen Umbau-Pause standen wir als Bar auf der Bühne und neben uns spielte die hauseigene Band auf, die bereits mit dem ersten Akkord Feierlaune versprach. Nach nochmaligem Umbau fungierte die Bühne als Tanzfläche, während über unseren Köpfen der DJ die Platten heißdrehen ließ.

Die geballte Freude an Kunst und Musik verwandelte sich bei den tanzbaren Rhythmen schnell zur Lust etwas Neues zu probieren und dafür waren wir da. Sei es eine “Bloody Mary” mit Lachsbeilage oder ein “Purple Haze” im Reagenzglas, der im Schwarzlicht lila leuchtet. Besonderes Schmuckstück des Abends war unsere neueste Errungenschaft: Rubi. Von Brombeere über Erdbeere bis hin zu Himbeere konnten wir die Gäste schnell davon überzeugen, dass man diesen Likör nicht einfach hinterkippen, sondern genießen sollte. Neben purem Genuss ist Rubi auch sehr gut geeignet um Klassikern der Bar einen Twist zu verpassen und so versorgten wir probierfreudige Gäste mit “Himbeer Jynnan Tonyx”.

HIMBEER JYNNAN TONNYX*

  • im Gästeglas
  • 3-4 Würfel Eis
  • 2cl Rubi Himbeer
  • 3cl Gin
  • auffüllen mit Tonic Water

Et voilà!

Plötzlich jedoch rief die Chefin an und wies Chris, Anatol und mich darauf hin, dass wir eigentlich einen Termin mit ihr hätten – der wurde natürlich sofort wahrgenommen. Erst eine halbe Stunde später stellten wir fest, dass wir unser neuestes Mitglied – Maria – dabei ganz allein an der Bar zurückgelassen hatten; eigentlich ein grober Verstoß gegen unser oberstes Gebot “schwimme niemals allein”. Zurück in und auf der Bühne durften wir jedoch feststellen, dass sie die Feuertaufe wunderbar gemeistert hat, auch ganz ohne alte Hasen.

Alles in allem können wir sagen die Veranstaltung routiniert und stilvoll gemeistert zu haben ohne dabei den Blick für Ruhe und Entspannung zu verlieren. Wir freuen uns jedenfalls bereits jetzt auf den 19. Dezember, denn dann wird die Bühne wieder zur Bar.

° Litti

“Natur 1 : 0 Feiergesellschaft”

Zitat Anatol beim Anblick dessen, was vom Zelt noch übrig war, in dem unsere Bar gestern Nacht Platz gefunden hatte – “Wir waren ein Inselstaat, abgetrennt vom Festland” (Wortsport!). Irgendjemand von denen, die es aufgestellt hatten, kam auf die grandiose Idee das ganze so zu gestalten, dass möglichst alle Fluchtwege für von oben kommendes Wasser versperrt sind, was dazu führte, dass das Dach und der Boden nähere Bekanntschaft schließen durften.

Wie auch immer, wir waren gestern auf einer Hochzeit in meiner Heimat die gemischte Gefühle bei uns hinterließ. Ich persönlich fand das Gesamtbild durchaus rund und der Großteil der Gäste war wirklich sehr angenehm (auch angetan :D ), aber einige wollten’s wirklich wissen. Ich hab’ wirklich kein Problem mit konstruktiver Kritik (bin da ja selbst auch nicht besser), aber ich kann’s absolut nicht ab, wenn mir jemand, der wirklich keine Ahnung von Cocktails hat, erklären will, wie ich meinen Job zu erledigen hab. Das sahen auch Anatol und Chrisitan so, daher bekommt die Veranstaltung leider den Untertitel “Too many Ians”. An dieser Stelle noch ein kurzes Dankeschön an Kathi, ohne die wir vermutlich gesunken wären.

Eigentlich aber, schreibe ich grad’, weil Anatol und ich die Idee hatten mit Brombeeren und Gin zu spielen, uns dann aber in Ermangelung beider Zutaten für Heidelbeeren und Wodka entschieden haben.

BLAUBÄR*

  • Heidelbeeren (halbes Glas) gestößelt
  • 4cl Wodka
  • 2 BL Vanillezucker & 2 BL Rohrzucker (braun)
  • 8-10cl Milch

Idee: Litti / Umsetzung: Anatol / Name: Litti

° Litti

Houston? Wir haben kein Problem

Litti sagt: “Pfirsich ist keine Farbe, du Haselnuss!” Derweil studieren wir die 100 “must have drunk” Cocktails von Bobby Heugel und Justin Burrows von der Anvil Bar & Refuge, Houston, Texas. Das Motto lautet: “Try before you die!”

$ Luc

“nimm doch ‘ne Klobürste”

Eines schönen Abends fand ich im Internet eine Geschichte. Ein offensichtlich geisteskranker Geisteskranker hatte sie auf meiner Homepage veröffentlicht und mit meinem Namen unterzeichnet. Sie wurde anscheinend im Vollrausch geschrieben, zu einer Zeit, in der ich (“Chicks with Dicks, alter” — Stimme aus dem Off) auch gerne dem Delirium frönte. Sie war, wie soll ich sagen, in keinem guten Zustand. Ich hob sie also auf, stark blutend wie sie war, säuberte und desinfizierte die Wunden, entfernte die Glassplitter und improvisierte einen Verband aus dicken Eiern. Die wirklich schlimm zugerichteten Stellen musste ich abhacken. Letzten Endes musste so fast alles dem Rotstift zum Opfer fallen, aber der Kern blieb schemenhaft erkennbar.

Ich nahm ihn bei mir auf, er wurde auch schnell so gut wie stubenrein, und wir freundeten uns bei ausgedehnten Spaziergängen im Park auch fast schon an. Ich fütterte ihn täglich liebevoll mit einem Eimer Tiernahrung, bis er wieder prall und rund war, dann schlachtete und verspeiste ich ihn.

Das Ergebnis gilt es nun auszukotzen. Doch zunächst:

KANSAS CITY SHUFFLE

  • 2-3 Scheiben frische Ananas (funktioniert nicht mit Ananassaft)
  • 1 1/2 Esslöffel Rohrucker
  • Frische Chili nach belieben
  • 2cl Havana Club
  • 2cl Capt. Morgan Spiced Gold
  • 2cl Lime Juice
  • Zuckersirup
  • Salz-/Zuckermischung (1:3)
  • Anatol
  • Dem Glas mit Hilfe von Zuckersirup, Teller und Salz-/Zuckergemisch einen Salz-/Zuckerrand verpassen
  • Die Ananas mit gewünschter Menge frischer Chilis, 1 1/2 Esslöffel Rohrucker, Lime Juice, Havana Club und Capt. Morgan im Mixer pürieren.
  • Blenderinhalt in Glas geben

$ Luc & ∆ Anatol

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