Mit der Nasenspitze am Puls

Man könnte behaupten, wir seien frech. Immerhin haben wir es geschafft zwei Welten kollidieren zu lassen: Studenten und Barkultur. Aus diesem “Clash” erhofften wir uns Inspiration für beide Seiten. Genau genommen haben wir das auch geschafft und schreiben bereits im Rahmen eines intensiven Gehirnsturmes unsere Ideen für den WCC 2012 nieder. Dieser wird am 19. Januar stattfinden.

Bis dahin hinterlassen wir den Eindruck einer Veranstaltung, die nicht nur ein Unikum sein will, sondern immer eins sein wird. Vielleicht hört man bald auch von einer neuen “Dresden Cocktail Challenge”? Wer weiß. Dies ist kein Review, sondern ein Ausblick – auch in die Vergangenheit.

Beachtet die Galerie von pukmedia.eu, dort gibt es viele schöne Bilder. Hier nur eine kleine Auswahl:

Der Pokal

Die Location: Club Aquarium Geschmackssache in Dresden: Verkostung am wunderbar-Tisch wunderbar skeptische Blicke von Peter (Pinta, Dresden) Verkostung à la Club11
Die Gewinner: GAG18 präsentiert den "Red Devil" Zimt, Litti & Luc: Zwei Profis und ein Skeptiker. Stefan Gregor & Marcus Schindler geben der Aqua-Bar einen Sinn. Das Team. wunderbar.

Photograph: Michael Schmidt – vielen Dank!

Nachtrag: Im Blog des Magazins für Barkultur, Mixology, gibt es einen Artikel über den Cup. Auch Mike Meinke von der Triobar Berlin hat einen Bericht im Gastronom-Blog geschrieben.

#jL

Pakt mit dem Teufel

Auch beim 2. Mal war der wunderbar Cocktail Cup wieder ein schöner Abend. Zweifelsohne nicht perfekt, jedoch gilt “aus Fehlern lernt man” – und das werden wir tun. Das Feedback der Juroren jedenfalls lässt uns nicht daran zweifeln, dass wir diesen Wettbewerb auch im nächsten Jahr wieder austragen.

Wir möchten uns nochmals bei De Kuyper und Bauer für die Preise, die die Erst- und Zweitplatzierten erhielten, bedanken. Weiterhin danken wir dem Innside by Melia Hotel und der Sonderbar. Ganz besonders möchten wir den Juroren Dank sagen, die an diesem Abend nicht nur eine wertende sondern vor allem auch eine lehrende Position hatten – die Technik-Jury für die Teilnehmer und die Tasting-Jury für die Organisation. Vielen Dank an Ulf und Anatol für die lehrreiche Moderation sowie Norbert für die Halbzeitshow. Last but not least, Dank dem Aquarium – mit euch zu arbeiten macht echt Spaß.

Abgesehen von ein paar Vergiftungsversuchen waren die meisten Drinks interessant. Dabei muss natürlich bedacht werden, dass das Publikum eines studentischen Clubs ein anderes Trink- und Geschmacksverhalten hat als die Besucher einer klassischen Cocktailbar. Wir gratulieren den Gewinnern und wünschen viel Spaß bei De Kuyper Works.

Platz 1 erkämpften sich Bettina Habelt und Tobias Nicolai vom Kellerclub Gag18 mit ihrem Cocktail “Devil’s Mistress”*:

  • 1cl Myer’s Dark Rum
  • 2cl Mozart Dry
  • 1cl De Kuyper Creme de Cacao Dark
  • 2cl Frangelico
  • 2cl Amaretto
  • 1/2bs Chili-Soße
  • 8cl Sexergy
  • Zutaten shaken und in Martinischale abseihen, mit Sexergy auffüllen
  • Deko: 2 Chili-Schoten als Teufelshörner

Platz 2 konnten sich Christoph Hösch und Matthias Müller von Dresdens 1. virtuellen Studentenclub eXmatrikulationsamt.de mit ihrer Kreation “Rubi auf Schienen”* sichern:

  • 2cl Rubi Himbeerlikör
  • 2cl Kastaniensirup
  • 3cl Sandeman Sherry Medium Dry
  • 1cl Captain Morgan Spiced Rum
  • 1cl Zitronensaft
  • 8cl Tonic Water
  • Zutaten shaken und in Martinischale abseihen, mit Tonic Water auffüllen
  • Deko: 3 in Eiswürfel gefrorene Himbeeren

Platz 3 belegten Nicole Nagy und Hannes Grusla vom Club 11 mit ihrem sommerfrischen “Red Planet”*:

  • 1/2 frische Limette
  • 1/8 frische Orange
  • 1cl Frangelico
  • 1cl Cointreau
  • 1cl Grenadine Sirup
  • 2cl Galliano Vanilla (bzw. Licör 43)
  • 2cl Roses Lime Juice
  • 5cl Havana Club 3 Jahre
  • Limette und Orange im Casablanca Glas muddlen und die restlichen Zutaten über Eis hinzugeben, umrühren

Da unser Photograph gestern noch den Semperopernball bildlich festhielt, können wir leider erst morgen die Bilder in die Galerie einbinden und bitten diesbezüglich um Geduld. Während ich das schreibe genieße ich einen Saale-Unstrut Dornfelder und freue mich darauf nachher Niko in der Karl May Bar besuchen zu gehen.

Cheers!

° Litti

kanalisierBAR #2

Luc kann nicht mit Whisk(e)y. Chris mag Irish Whiskey. Stormi mag schottische Single Malts. Max und Jan finden stark rauchige Scotches klasse, welche wiederum laut Chris und Stormi keine Whiskys sind. Anatol findet generell alles toll, was toll ist – so also auch Laphroaig – und ich bin dieser Überzeugung:

Whisky is liquid sunlight. — George Bernhard Shaw

Doch weit gefehlt, in dem folgenden Artikel soll es eigentlich gar nicht um Whis(e)ys gehen, sondern um die Vermählung eben jener mit Drambuie. Drambuie, gälisch an dram buidheach – “Der Trank, der glücklich macht” – möglicherweise auch an dram buidhe – “Der gelbe Trank” – ist ein schottischer Blend aus gealtertem Malt und Grain, gesüßt mit Honig und veredelt mit einer streng geheimen und gut gehüteten Kräutermischung. Ein Getränk also, dass alleingestellt bereits einen genialen Drink abgibt. Vermutlich ist es auch dieser Tatsache geschuldet, dass der Rusty Nail – einer der Klassiker unter den Whisk(e)y-Drinks – ein Duett, ein 2-Komponenten-Drink ist.

Dies ist kein Rusty Nail, jedoch zeigt das Bild genau das perfekte Zusammenspiel zweier Zutaten in einem Glas. Jede weitere Zugabe wäre unnötig und überflüssig. ;)

Spaß beiseite. Der klassische Rusty Nail besteht aus Drambuie und blended Scotch, wobei die Verhältnisse von 1:1 bis 1:3 (Drambuie : Scotch) variieren. Nach ausgiebigen Recherchen stammt diese Kombination aus dem Jahr 1937, wo sie erstmalig 1:3 mit einem Dash Bitters auftauchte. Von “B.I.F” über “D&S” gelang sie letztlich zum Namen “Rusty Nail”, welcher von Gina MacKinnon und damit der Drambuie Liqueur Company in der New York Times für gut befunden wurde.

Der Rusty Nail: keine Bitters, keine Shaker, keine Martinischale und eine milde 1:1 Mischung. Mittlerweile gibt es (wieder) diverse Variationen, welche vom Hinzufügen von Gin über das Ersetzen von Scotch durch Rye, Canadian oder Bourbon bis hin zur Zugabe von Maraschino reichen. Meiner Meinung nach sollten alle als “Rusty Nail (Twist)” – besser noch “Twisted Nail” – bezeichnet werden.

Wie bei den meisten Klassikern gilt jedoch: wie er am besten ist, kann man nicht am Rezept erlesen sondern sollte zumindest probiert werden. Das Original ist und bleibt eine simple Kombination aus Drambuie und Scotch – und schon über diese kann man streiten. Während ein sanfter Scotch, sagen wir 16 jähriger Glenlivet, die Milde des Likörs unterstreicht, verleiht ein guter Bourbon, z.B. Maker’s Mark, dem ganzen Charakter und wer seinen Drink auch mit der Nase genießen möchte, liegt nicht falsch seinen Rusty Nail auf einem rauchigen Whisky, bspw. Laphroig, zu ordern. Mehr zu all dem erfahrt ihr bei uns im Kanal. In diesem Sinne, Cheers!

RUSTY NAIL*

One part Drambuie, two of Scotch,
the glass be clear, no tainting blotch.

Stirred, not shaken – cold as ice
served with a twisted lemon slice.

Don’t hesitate, but savour quickly,
for if it’s warm it’s rather prickly.

– Litti (in Anlehnung an diese großartige Rezeptur eines Planter’s Punch)

° Litti

Bilder

“Rostige Nägel” – Douglas Brill* // “Rostiger Nagel” – Boston Herald*

Aktivitäten 2010

– 2010 –

  • das Jahr begann mit dem 1. wunderbar Cocktail Cup* – die “Drinks” sagt: voller Erfolg*
  • am 18. März betraten wir das “Kabinett der Abstrusitäten” im Club Hängemathe*
  • im Juni und im August betreuten wir insgesamt vier Hochzeiten; besonders in Erinnerung blieben uns Maria & Stephan im Haus der Dreikönigskirche sowie Ines & Christoph auf Schloss Nickern – Maria gehört mittlerweile sogar zu uns
  • vom 18. – 21. Juni versetzen wir auf der BRN wieder die Neustadt in Angst und Schrecken – weinende kleine Kinder sind ein Anhaltspunkt für unseren Erfolg im Hinterhof beim Stilbruch
  • 10. Juli: Hypnocode feiert, wir auch!
  • unser 5. Geburtstag bei der EnTEn-Fete wird schwer unter Beschuß genommen* – wir ließen uns nicht beirren und schossen scharf zurück
  • mitten im Sommer feierte der manita e.V. Geburtstag, Abschied & generelle Feierei, wobei der Erlös einem guten Zweck zu Gute kam – das Ganze ging mit einer Bar natürlich noch viel besser
  • die Firma queo ist uns gut bekannt, daher gab es bei der 42. TMS-Medien-Lounge nicht nur Bier und Saft, sondern auch Cocktails a la wunderbar*
  • Ende August wollte manita nochmal mit uns feiern* – das nächste mal bitte nicht ohne Mückenschleier…
  • am 16. Oktobär öffnete die bühne wieder ihre Pforten am Weberplatz – Grund genug die Gäste mit lecker Cocktails zu verwöhnen*
  • kurz darauf veranstaltete eXmatrikulationsamt.de den ersten Dresdner Uni-Slam
  • sich zu Halloween zu fürchten war nicht notwendig, stattdessen versuchten wir uns im Aquarium mit molekularen Mixturen
  • Mitte Dezember hieß es “…des blobbt!” bei der 35. Vogtlandfete
  • Dezember der 18.: Das Jahr neigt sich zum Ende und wir verneigen uns voreinander – diese Sause haben wir uns verdient
  • total verkatert suchen wir die Weihnachtsfeier der Bühne heim und verabschieden damit das Jahr 2010
  • über das Jahr verteilt waren wir auch bei diversen kleinen und sehr intimen Privatfeiern im Einsatz, aber darüber reden wir nicht, das genießen wir lieber (meldet euch einfach)

# Luc & ° Litti

hörBAR #1

Soeben bin ich wieder ueber die Klangwolke eines Freundes gestolpert und dachte mir: “Wär eigentlich schon cool, wenn man Tunes direkt in WordPress einbinden könnte…”. Und siehe da, das ist sogar problemlos machBAR. Das wollt’ ich natürlich gleich mal ausprobieren, hier also – wenn auch schon ein klein wenig älter – ein Mix von funky für uns.

funky – lowrider


Merci. <3

° Litti

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